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„Der Letzte macht das Licht aus“

Finissage der Ausstellung „Treffpunkt Tresen“ mit Führungen, Freigetränken und der Leiendecker Bloas

Zum Abschluss der Kneipenausstellung „Treffpunkt Tresen. Trierer Kneipen im Wandel der Zeit“ lässt das Stadtmuseum Simeonstift die schönsten Seiten der Kneipenkultur noch einmal hochleben. In einer kleinen Pop-Up-Kneipe lädt die Bitburger Brauerei am Donnerstag, dem 15. Oktober um 18 Uhr mit Freigetränken zum Anstoßen an. Neben Kurzführungen durch die Ausstellung erwartet Besucherinnen und Besucher ein ganz besonderes Highlight: ein Kneipenkonzert der Leiendecker Bloas!

Der Eintritt beträgt 8 Euro, Studierende haben im Rahmen von DiMiDo freien Eintritt.

Tickets über Ticket Regional und an der Abendkasse des Stadtmuseums.

Nächte der Vielfalt

Das SCHMIT-Z gibt im Stadtmuseum einen Einblick in das queere Leben der 1920er-Jahre

Neue Mode, neue Körperideale – die Grenzen zwischen den Geschlechtern brechen auf in den 20er-Jahren. Das wird auch deutlich an der lebendigen queeren Szene dieser Zeit, die sich insbesondere in Großstädten wie Berlin entwickelt. Anziehungspunkt ist hier vor allem das legendäre Nachtlokal „El Dorado“, das zu einem Sinnbild neuer Freiheiten wird. Auch der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld prägt das queere Leben der Hauptstadt. Er setzt sich für den Schutz von homosexuellen und trans* Personen ein, die damals Strafverfolgung zu befürchten hatten. Die Spuren seines Wirkens führen bis nach Trier: Aus dem fernen Berlin lässt er der Trierer Bibliothek Ausgaben seiner Schriften zukommen, um in konservativen Kreisen Aufklärungsarbeit zu leisten.

Wie die queere Szene in den 1920ern in Trier aussah, lassen Lebensgeschichten wie die der Journalistin und Schriftstellerin Getrud Schloss erahnen. Sie ist eine von jenen, teils vergessenen Biografien, denen das SCHMIT-Z mit zwei Veranstaltungen in der Ausstellung „Die 20er – Goldene Zeiten, dunkle Jahre“ im Stadtmuseum Simeonstift nachgeht. Am 13. Oktober, um 19 Uhr, beleuchtet Vincent Maron in einem Vortrag „Queeres Leben in den Goldenen Zwanzigern“. Bei „Nächte der Vielfalt – Queere 1920er“ am 16. Oktober, um 19 Uhr, erzählen Chansons und Geschichten von den Hoffnungen, Herausforderungen und Freiräumen queerer Menschen vor über 100 Jahren. Beide Veranstaltungen zeigen zugleich, wie eng die Kämpfe und Errungenschaften von damals mit queeren Lebensrealitäten heute verbunden sind. Tickets für die beiden Veranstaltungen gibt es bei Ticket Regional und an der Museumskasse.

Queeres Leben in den Goldenen Zwanzigern
Vortrag von Vincent Maron (SCHMIT-Z e.V.)
Di, 13.10.26 | 19 Uhr | 8 €

Nächte der Vielfalt – Queere 1920er
Gesang, Poesie und vergessene Biografien (SCHMIT-Z e.V.)
Fr, 16.10.26 | 19 Uhr | 20 €

Engagierte Ehranger retten historische Fahnen

Durch das beherzte Eingreifen und das finanzielle Engagement des Vereins „Ehranger Heimat“ konnten zwei historische Fahnen vor dem Verfall gerettet und der Sammlung des Stadtmuseums übergeben werden. Die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angefertigten Fahnen werfen ein Schlaglicht auf das Ehranger Vereinsleben und sind ein wichtiges Zeugnis der Geschichte dieses Stadtteils.

Die erste Fahne stammt vom „Verein der ehemaligen Frontkämpfer – Ehrang 1914-1918“ aus dem Jahr 1931 und zeigt eindrücklich, wie auch mehr als ein Jahrzehnt nach Kriegsende die Gräuel und Traumata der Kampfhandlungen gesellschaftlich nachwirkten: Das zentrale Bildmotiv zeigt einen verwundenden Soldaten inmitten eines Schlachtfelds, dem von seinem Kameraden eine Feldflasche gereicht wird.

Die zweite Fahne ist überliefert vom „Verein Katholischer Gesellen 1929-1933“ und zeigt den „Gesellenvater“ Adolph Kolping mit einem jungen Handwerker. Die katholischen Gesellenvereine waren bundesweit die Keimzelle für das heute noch bestehende Kolpingwerk. Umlaufend sind die Tugenden der Handwerkerschaft aufgeführt.

Der Verein „Ehranger Heimat“ sicherte die Fahnen nach ihrer Auffindung und bestritt die aufwendige Textilrestaurierung aus eigenen Mitteln: Die bereits stark lädierten Textilien wurden von der Textilrestauratorin Elisabeth Scher aus Trier gesichert, ausgebessert und stabilisiert, sodass die Fahnen nun auch für kommende Generationen in altem Glanz erstrahlen.

Dr. Bernd Röder, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stadtmuseum, freut sich über die Neuzugänge in der städtischen Sammlung: „Es ist uns als Museum ein besonderes Anliegen, nicht nur historische Zeugnisse aus der Kernstadt zu führen, sondern auch die Geschichte abzubilden, die sich in den eingemeindeten Stadtteilen abgespielt hat. Hierfür sind die Fahnen ein besonders kostbares Zeugnis und wir freuen uns darauf, sie in zukünftigen Ausstellungen der Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Weitere Informationen zu den beiden Fahnen können im aktuellen Jahrbuch 2026 der Ehranger Heimat nachgelesen werden.

Vortrag zu Keramikunternehmen der Großregion zur Zeit des Jugendstils

Dr. Bernd Röder vom Stadtmuseum Simeonstift hat zusammen mit Ulrike Degen am 16. Juni 2026 einen Vortrag zum künstlerischen Austausch zwischen den Keramikunternehmen der Großregion zur Zeit des Jugendstils gehalten. Anlass war die Ausstellung „Von Lilien und Linien“ im Luxemburger Nationalmuseum, die von Ulrike Degen kuratiert wurde.

Der Vortrag ist folgendem Link abrufbar: https://youtu.be/PwaZtV8Nq7A?si=H-v3-EdlkXvV845n

19. Trierer Museumsnacht

19. Trierer Museumsnacht

Am Samstag, dem 5. September 2026, öffnen das Rheinische Landesmuseum Trier, das Stadtmuseum Simeonstift, das Museum am Dom, das Museum Karl-Marx-Haus und die Schatzkammer von Wissenschaftlicher Bibliothek und Stadtarchiv Trier von 18 Uhr bis 24 Uhr ihre Türen. Die Häuser bieten ein abwechslungsreiches Programm rund um ihre aktuellen Sonderausstellungen und die Dauerausstellungen an. Bereichert wird der Abend mit musikalischen und kulinarischen Angeboten.

Zur Trierer Museumsnacht lädt das Museum am Dom zu einem Abendprogramm ein, das Einblicke in die christliche Kunst- und Kulturgeschichte mit besonderen Ausstellungsformaten verbindet. Im Mittelpunkt stehen das neueröffnete Schaudepot mit seiner bedeutenden Ikonensammlung sowie die aktuelle Sonderausstellung „Zu Tisch! Das ‚Letzte Abendmahl‘ zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“.

Den Auftakt macht eine Führung durch die Ikonensammlung des neueröffneten Schaudepots. Im weiteren Verlauf des Abends laden Führungen durch die Sonderausstellung „Zu Tisch! Das ‚Letzte Abendmahl‘ zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“, zu den frühchristlichen Grabinschriften aus dem spätantiken Trier sowie zur Bedeutung von Weihrauch in der christlichen Kunst und Liturgie zu unterschiedlichen Perspektiven auf die christliche Kulturgeschichte ein. Ein besonderes Highlight sind die Führungen durch die orthodoxe Athanasius-Kapelle im Trierer Dom, die den Blick auf die lebendige Tradition der Ikonenkunst richten.

Auch für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm: Bei einer Taschenlampenführung durch das Schaudepot entdecken sie die Welt der Heiligen, Drachen und Monster, bevor die Führung „Nachts im Museum“ kleine Nachteulen zu einer spannenden Entdeckungsreise durch das Museum einlädt.

Musikalisch begleitet Horst Friedrich den Abend von 18 bis 24 Uhr mit stimmungsvoller Live-Musik im Innenhof des Museums, während in der Remise die Zuppa für kulinarische Köstlichkeiten sorgt.

Das Stadtmuseum Simeonstift lädt in der Museumsnacht dazu ein, die aktuellen Sonderausstellungen und den wiedereröffneten Gelben Saal zu entdecken ein. Führungen, Theater, Mode, Musik und Mitmachangebote lassen die Ausstellungen auf vielfältige Weise lebendig werden.

Den Auftakt macht die Familienführung „Zwischen Glamour und Graupensuppe – Kindheit in den 20ern“, die junge und erwachsene Besucherinnen und Besucher in die Lebenswelt der Kinder dieser Zeit eintauchen lässt. Im weiteren Verlauf des Abends zeigt das Bürgertheater Trier mit dem Theaterstück „Letzte Runde“ Szenen zur Kabinettausstellung „Treffpunkt Tresen“, während Kurzführungen unter dem Titel „Die 20er – Goldene Zeiten, Dunkle Jahre“ spannende Einblicke in die Sonderausstellung geben. Studierende des Studiengangs Modedesign der Hochschule Trier präsentieren mit „I am in a Flapper Mood / Dada, Dressed to Disturb“ zeitgenössische Interpretationen der Mode der 1920er-Jahre. Später lädt eine Führung durch den wiedereröffneten Gelben Saal dazu ein, den Wandel der Stadt Trier zu entdecken, bevor die Themenführung „Der letzte Tanz“ den Abend mit einem Blick auf Freizeit, Vergnügen und Tanzkultur der Goldenen Zwanziger ausklingen lässt.

Auch Kinder und Jugendliche kommen auf ihre Kosten: Beim offenen Kreativprogramm „MiniChic“ entstehen modische Accessoires im Stil der 1920er-Jahre, während eine Kinderrallye durch die Dauer- und Sonderausstellung zu einer spielerischen Entdeckungstour einlädt.

Musikalisch begleitet die „Vintage Music Crew“ den Abend im Kreuzgang mit den Klängen der 1920er-Jahre. Für das leibliche Wohl sorgen die Vereinigten Hospitien mit einer Auswahl an Wein und Sekt und Speisen von Chicano – Authentic Southern California Flavour.

Das Museum Karl-Marx-Haus lädt an dieser Museumsnacht zu einem Abendprogramm ein, das Geschichte, Kabarett und spannende Einblicke in das Leben des berühmtesten Trierers miteinander verbindet.

Den Auftakt machen Kurzführungen durch die Dauerausstellung, die in nur 30 Minuten die wichtigsten Stationen aus Leben und Werk von Karl Marx vorstellen. Im weiteren Verlauf des Abends präsentiert Kabarettist Thomas C. Breuer mit „Gesünder kränkeln“ ein unterhaltsames Programm mit pointiertem Blick auf gesellschaftliche und alltägliche Themen. Anschließend nimmt der Kurzvortrag „Karl Marx auf Reisen“ die Besucherinnen und Besucher mit auf die Spuren seiner zahlreichen Aufenthalte in Europa und zeigt, wie sehr Reisen sein Leben und Denken prägten. Den Abschluss des Museumsabends bilden weitere Kurzführungen durch die Dauerausstellung.

Auch für Kinder gibt es ein kreatives Mitmachangebot: Am bunten Basteltisch können sie nach Herzenslust gestalten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Für das leibliche Wohl sorgt das Weinhaus Büschig mit einer Auswahl an Weinen und Softdrinks.

Im Rheinischen Landesmuseum Trier erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Führungen, Musik, Kulinarik, einem Vortrag und verschiedenen Aktionen für Kinder.

Anlässlich des 225. Geburtstags der Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier e. V. zeigt die Präsentation „Archäologie Aktuell“ im Foyer Sammlungsstücke des ältesten Trierer Vereins aus dem Museumsarchiv. Führungen durch die Dauerausstellung widmen sich darüber hinaus dem beeindruckenden Fundspektrum der Gesellschaft von Beilklingen aus der Steinzeit bis hin zu römischen Götterfiguren. Wissenswertes, Humorvolles, oder Alltagsgeschichten aus der Antike: Die Sonderführungen zu Fundstücken aus den Trierer UNESCO-Bauwerken, Anekdotenschätzen und Einschlaftipps sowie römischer Grabkunst im Sitzen bieten kurzweilige Einblicke in die Vergangenheit. Aber auch ein eigenständiger Besuch der Dauerausstellung lohnt sich: Die Sonderpräsentation „Römerzeit XXL“ gibt an acht Stationen spannende Einblicke in die Bau-Kunst zur Römerzeit in Trier. Ein Vortrag mit Archäologe Julian Geiß, Universität Trier, stellt neueste Forschungsergebnisse zu römischen Flussfunden aus der Mosel vor. Miträtseln ist ausdrücklich erwünscht – Glückliche im Publikum erwarten Überraschungspreise.

Für musikalische Unterhaltung mit Rock, Pop und Oldies in entspannter Museumsatmosphäre sorgt das Musik-Duo von Ulis PopLounge. Essen und Getränke serviert das Café Zeitsprung im gemütlichen Museumsinnenhof.

Das Mitmach-Programm für Eltern und Kinder umfasst neben einer Familienführung die spannende Rätseltour „Römerzeit XXL“ durch die Römische Abteilung. Mit der richtigen Lösung gibt es am Ende eine kleine Belohnung. Außerdem können in der Museumswerkstatt Sticker und Magnete mit römischen Motiven gebastelt werden.

Zur Trierer Museumsnacht öffnet die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier ihre Tore für ein Programm, das faszinierende Einblicke in die Welt kostbarer Handschriften, historischer Schriftkultur und außergewöhnlicher Sammlungsobjekte bietet.

Den Auftakt macht der Kurzvortrag „Ein Mythos auf Reisen: Buffalo Bill und die Sehnsucht nach dem Wilden Westen“, der die Entstehung und Verbreitung eines bis heute prägenden Mythos beleuchtet. Im weiteren Verlauf des Abends laden verschiedene Führungen dazu ein, ausgewählte Schätze der Sammlung aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen: Unter dem Titel „Lieblingsstücke“ stehen besondere Highlights der Schatzkammer im Mittelpunkt, während die Führung „Mit Pergament und Gänsefeder“ Einblicke in historische Schreibmaterialien und die Herstellung mittelalterlicher Handschriften vermittelt. Den Abschluss bildet die Themenführung „Buchschmuck und Initialen“, die die kunstvolle Gestaltung historischer Bücher und Handschriften näher vorstellt.

Ergänzt wird das Programm durch zwei Workshops zur historischen Schreibkunst. Kinder ab zehn Jahren können mit dem „Cola-Pen“ spielerisch die Welt des Schreibens entdecken, während Erwachsene im Workshop „Unziale“ die charakteristische Schrift der Spätantike und des frühen Mittelalters kennenlernen und selbst ausprobieren.

Das Kombiticket für die 19. Trierer Museumsnacht kostet 12 Euro und beinhaltet den Eintritt in alle fünf Museen, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Eintrittskarten können im Vorfeld über Ticket Regional oder an den Museumskassen der fünf Museen erworben werden. Das gesamte Programm finden Sie auch unter www.museumsstadt-trier.de.

PDF: Flyer mit dem gesamten Programm
PDF: Programm im Stadtmuseum Simeonstift

Mit offenen Augen durch Trier

Übergabe des Gemäldes mit Restaurator Dimitri Scher, Museumsdirektorin Dr. Viola Skiba und für den Vorstand des Vereins der Gästeführer Anke Reichelt, Walter Schneider und Hans-Dieter Biesdorf (von links nach rechts) © Stadtmuseum Simeonstift

Spende der Trierer Gästeführer lässt eine vergessene Stadtansicht erstrahlen

„Mit offenen Augen durch Trier“ – unter diesem Motto hatten die Mitglieder des Vereins der Gästeführer Trier und Region e.V. im Februar im Rahmen des diesjährigen Weltgästeführertages kostenlose und gut besuchte Kurzführungen angeboten.

Der Spendenerlös wird traditionell für einen guten Zweck gespendet, in diesem Jahr durfte sich das Stadtmuseum Simeonstift Trier über die Zuwendung freuen: Von dem Geld wurde ein Bild des bekannten Trierer Malers Peter Krisam aus dem Jahr 1928 restauriert, das neu in den Bestand des Stadtmuseums gekommen war und in der aktuellen Ausstellung “Die 20er – Goldene Zeiten, Dunkle Jahre“ zum ersten Mal präsentiert wird. Es zeigt den früheren Trierer Gasspeicher zwischen Ostallee und Hauptbahnhof.

„Wir vermitteln in unseren Führungen Trier in all seinen Facetten – wir freuen uns, dass wir mit unserer Aktion jetzt dazu beitragen können, auch eine verschwundene Stadtansicht wieder ins Gedächtnis der Gegenwart zurückzuholen“, so die Vertreter des Vereinsvorstands. Das Aquarell ist noch bis 24. Januar in der Sonderausstellung zu den Zwanzigerjahren zu sehen.

Stadtmuseum sucht Interessenten für Jungen Beirat

Mit der Kabinettausstellung „Treffpunkt Tresen. Trierer Kneipen im Wandel der Zeit“ geht die Amtszeit des ersten Jungen Beirats des Stadtmuseums dem Ende entgegen: Zwei Jahre lang hatten knapp 20 junge Menschen das Museum beraten, Ideen eingebracht und schließlich eine eigene Ausstellung als Abschlussprojekt auf die Beine gestellt. Jetzt startet die nächste Runde, Interessierte zwischen 16 und 30 Jahren können sich ab sofort bis zum 15. August beim Museum melden.

Sie finden weitere Informationen im hier hinterlegten PDF-Dokument. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Ausschreibung interessierten jungen Menschen zugänglich machen.

Vorträge zu den Zwanzigerjahren

Reihe rund um die kommende Sonderausstellung

Passend zum Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz steht das Jahr 2026 in Trier ganz im Zeichen der Zwanzigerjahre – das Stadtmuseum Simeonstift und die Volkshochschule Trier begeben sich auf eine Zeitreise 100 Jahre in die Vergangenheit und beleuchten in Fachvorträgen Leben, Kunst und Gesellschaft in den 1920er-Jahren in Trier. Im Stadtmuseum Simeonstift finden die Vorträge im Rahmen der großen Sonderausstellung „Die 20er – Goldene Zeiten, Dunkle Jahre“ statt, die am 5. Juli eröffnet wird.

Dienstag, 7. Juli, 19 Uhr | Stadtmuseum Simeonstift
Die 1920er-Jahre in der Großregion
Vortrag von Sozialhistorikerin Dr. Korinna Schönhärl
Eintritt: 8 € (Studierende: frei)

Dienstag, 1. September, 19 Uhr| Stadtmuseum Simeonstift
„Ich entscheide hiermit – es wird riskiert!“ – Die Demokratisierung der Fotografie durch die Erfindung der Kleinbildkamera von Leica
Vortrag von Tom Klein
Eintritt: 8 € (Studierende: frei)

Dienstag, 13. Oktober, 19 Uhr | Stadtmuseum Simeonstift
Queeres Leben in den Goldenen Zwanzigern
Vortrag von Vincent Maron (SCHMIT-Z e.V.)
Eintritt: 8 € (Studierende: frei)

Mittwoch, 28. Oktober, 19:30 Uhr | Volkshochschule Trier, Domfreihof, Raum 5
Zwischen Weimar und Untergang: Malerei der Goldenen Zwanziger Jahre in Deutschland
Vortrag zum Kultursommer Rheinland-Pfalz von Michael Friedrich
Eintritt: 10 €, Anmeldung über das Kursprogramm der VHS

Tickets für die Vorträge im Stadtmuseum sind über Ticket Regional erhältlich.

Kunst der feinen Zwischentöne

Preisträgerin Marie-Luise Meister mit Kulturdezernent Markus Nöhl (links) und Oberbürgermeister Wolfram Leibe © Stadtmuseum Simeonstift

Kunst der feinen Zwischentöne.

Marie-Luise Meister erhält Ramboux-Kunstpreis 2026

Die 1987 in Berlin geborene Künstlerin wurde am Sonntag mit dem Ramboux-Kunstpreis der Stadt Trier 2026 ausgezeichnet. Oberbürgermeister Wolfram Leibe überreichte die Urkunde im Rahmen einer feierlichen Eröffnung im Stadtmuseum Simeonstift. „Sie ist die Gewinnerin in einem Nominierten-Umfeld, das die Entscheidung nicht leicht gemacht hat“, betonte Kulturdezernent Markus Nöhl. „Das durchweg hohe Niveau der Wettbewerbsausstellung zeigt, dass Trier als Kulturstadt sich auch hinsichtlich der zeitgenössischen Kunst nicht verstecken muss.“ Aus insgesamt 24 Bewerbungen hatte die Jury neun Nominierte ausgewählt, die mit ihren Arbeiten die Wettbewerbsausstellung gestaltet haben. Aus dieser wurde in einer zweiten Jurysitzung Marie-Luise Meister als Preisträgerin gekürt. „Es sind vor allem die Vielschichtigkeit und Präzision, die uns überzeugt haben“, erklärte Jury-Mitglied Simone Leyk von der Europäischen Kunstakademie. „Wie ein unterirdisches Wurzelwerk stehen Elemente miteinander in Beziehung, transformieren sich und entstehen immer wieder neu. Marie-Luise Meister gelingt es, Betrachtende aktiv in diese Prozesse einzubinden – durch Hören, Beobachten, Berühren und das Erzeugen eigener Klänge werden wir selbst Teil ihrer künstlerischen Erfahrungsräume.“

Marie-Luise Meister lebt und arbeitet in Trier. Sie verbindet in ihrem Werk analoge und digitale Techniken und schafft einen eigenen Kosmos, der den Betrachter in sich aufnimmt: Projektion, Klanginstallationen, Skulptur und Malerei gehen organisch ineinander über und lassen die Grenzen verschwimmen. Was erzählt der Fluss des Wassers? Welche Erinnerungen sind eingeschrieben in die Sedimente und Uferzonen? In langen Spaziergängen an Stränden, Flussufern und Gewässern forscht Marie-Luise Meister mit wissenschaftlicher Genauigkeit und verdichtet diese Eindrücke zu wirkmächtigen Rauminstallationen.

Der Ramboux-Preis wird seit 1961 von der Stadt Trier vergeben und gehört zu den wichtigsten Kunstpreisen der Großregion. Er ist verbunden mit einem Ankauf über 6000 Euro und eine Einzelausstellung im Stadtmuseum Simeonstift. Die Wettbewerbsausstellung aller neun Nominierten ist noch bis einschließlich 31. Mai zu sehen, die Einzelausstellung von Marie-Luise Meister läuft bis 14. Juni.

Treffpunkt Tresen. Trierer Kneipen im Wandel der Zeit

Blick in die Kneipe »Biertonne« in Trier-West in den 1950er-Jahren

Eröffnung der Kabinettausstellung mit Pop-Up-Kneipe und Freigetränken am 7. Mai

Ob urige Schankstuben, studentische Treffpunkte oder kultige Szenekneipen – seit Jahrhunderten sind die Trierer Kneipen Orte der Geselligkeit, des Austauschs und des Feierns. Hier treffen sich Studierende, Einheimische und Gäste aus aller Welt; hier entstehen Geschichten, die noch erzählt bleiben, lange nachdem der letzte Gast gegangen ist. Die Kabinettausstellung des Jungen Beirats erweckt diese Szene mit Interviews, alten Fotos und Artefakten zum Leben. Die Ausstellung nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Trierer Kneipenszene: von legendären Adressen vergangener Zeiten über studentische und politische Kneipen bis hin zu den Treffpunkten, die heute das Stadtbild prägen. Entdecken Sie, wie sehr die Kneipen das soziale und kulturelle Leben der ältesten Stadt Deutschlands beeinflusst haben – und warum sie bis heute ein unverzichtbarer Teil des Trierer Alltags sind.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 7. Mai, um 19 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Mitglieder des Jungen Beirats geben in der Ausstellung Auskunft zu den Exponaten und den Hintergründen. Auf dem Kreuzgang entsteht eine kuschelige Pop-Up-Kneipe: Mit einer Theke, gezapftem Pils und einer Auswahl alkoholfreier Getränke. Kostenlos dank der großzügigen Unterstützung der Bitburger Brauerei. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.