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Sammlung auf Reisen

Das Stadtmuseum Simeonstift ist reich an Objekten und Sammlungsgegenständen. Zu sehen sind sie nicht nur im Trierer Museum selbst. Immer wieder werden Bilder, Objekte oder Sammlungsstücke an andere Museen verliehen. Dort bereichern sie thematische Sonderausstellungen, zu der ein passendes Werk seinen Heimatort in Trier hat. So geht das kulturelle Erbe der Stadt für einen bestimmten Zeitraum auf Reisen nach nah und fern. Hier finden Sie eine Auswahl unserer aktuellen Leihgaben.

Rheinisches Landesmuseum

Der Untergang des Römischen Reiches
25. Juni – 27. November 2022

Als zentrale historische Ausstellung zeigt das Rheinische Landesmuseum Trier die entscheidende, wenn auch wenig bekannte Epoche des Römischen Reiches im 4. und 5. Jahrhundert. Mithilfe internationaler Spitzenexponate entsteht eine spannende Ausstellung, die verständlich die zahlreichen Faktoren und Ursachen illustriert, die zum Untergang des Römischen Reiches geführt haben.

Drei koptische Textilien im Rheinischen Landesmuseum Trier

Das römische Imperium war gewaltig. Es nahm auf seinem Höhepunkt ein riesiges Gebiet ein, das die meisten Teile des heutigen Europas, Nordafrikas sowie des Nahen Ostens umfasste. Nur dank intelligenter Führung, einer straffen Verwaltung und innovativer Infrastruktur konnte es Jahrhunderte überdauern. Und trotzdem ging das Römische Reich unter – aber warum und wie?

Drei koptische Orbiculi (runde Besätze oder Einsätze) aus dem Stadtmuseum Simeonstift Trier bereichern den historischen Teil der großen Landesausstellung. Dort zu sehen sind zwei monochrome Orbiculi sowie ein Leinenstoff mit Orbiculus und Borte. Die Tücher mit den kreisrunden gewebten Ornamenten konnten als Decke, Kissenbezug oder auch als Wandbehang dienen. Die Orbiculi konnten ebenfalls auf Kleidungsstücken aufgebracht werden.

Sie sind Teil der aus ca. 300 Stücken bestehenden Sammlung koptischer Textilien, die das Stadtmuseum 1907 von dem Trierer Kommerzienrat und Gerbereibesitzer Wilhelm Rautenstrauch geschenkt bekommen hat.

Städtische Galerie im Rathaus

Großes Landschaftstheater – Englische Maler des 19. Jahrhunderts an der Mosel
9. Oktober 2022 – 22. Januar 2023

Im Herbst werden drei Gemälde nach Wittlich verliehen, die in der Galerie im Alten Rathaus in der Ausstellung „Großes Landschaftstheater – Englische Maler des 19. Jahrhunderts an der Mosel“ gezeigt werden.

Edward St. John, James Baker Pyne und George Clarkson Stanfield – drei Landschaftsmaler mit Ansichten aus dem Moselland

Die Malerei von Edward St. John zeigt die Martinsmühle am Moselufer in Trier in enger Anlehnung an die Darstellung von Stanfield aus den 1830er-Jahren. Ein tiefer Horizont, eine Häusergruppe auf der linken Seite, die Römerbrücke im Mittelgrund des Bildes und eine dramatisch überhöhte Darstellung der Anhöhen auf der gegenüberliegenden Moselseite prägen das Gemälde. Im Bildvordergrund sind mehrere Personen, ein zu einer vorgelagerten kleinen Insel führender Steg und ein Fischerboot zu erkennen.

Das Gemälde von James Baker Pyne zeigt eine stark überhöhte Ansicht von Traben-Trarbach. Oberhalb des im engen Tal des Kautenbachs liegenden Dorfes thront auf einem Felsen die Ruine der im Polnischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen gesprengten Grevenburg. Gegenüberliegend wird sie von einem Felsen gesäumt, Bäume und Sträucher schmücken das Moselufer. Die Landschaft liegt unter einem bewölkten Himmel und ist im Hintergrund wie nach einem Regen in einen leichten Dunst gehüllt. Auf dem Fluss und am Ufer sind zwei Schiffe oder Boote unter Segeln zu erkennen.

In dieser Version der Trierer Martinsmühle George Clarkson Stanfields aus dem Stadtmuseum Simeonstift geht der Blick moselaufwärts in Richtung Römerbrücke, die der Maler trotz der Biegung des Flusses in nahezu ganzer Länge zeigt. Hinter der Mühle erscheint die westliche Turmgruppe des Trierer Doms und auf der Palliener Flussseite erfindet der Maler einen mittelalterlichen Turm hinzu. Neben der totografischen Wiedererkennbarkeit geht es Stanfield immer auch um die effektvolle Steigerung der Wirklichkeit.