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Sonderausstellungen

In den großzügigen Räumlichkeiten des 2007 eröffneten Neubaus finden in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen zu künstlerischen und historischen Fragestellungen der Großregion statt.

Das Erbe Roms. Visionen und Mythen in der Kunst

Der Untergang des Römischen Reiches
Die große Landesausstellung in Trier
25. Juni 2022 bis 27. November 2022

Die Ausstellung beleuchtet das Fortleben des Römischen Reiches in der Kunst- und Kulturgeschichte, wo es bis heute als Maßstab für Zivilisation, Kultur und Macht gilt. Die künstlerische Rezeption dieses Themas lässt sich über Jahrhunderte hinweg nachverfolgen und stellt einen Spiegel der jeweiligen Geschichts- und Weltbilder dar: Von der Mythisierung des Untergangs durch die spätantiken Kirchenväter leitet der Rundgang zum 19. Jahrhundert, in dessen Vorstellung der Untergang Roms Unabhängigkeit und Freiheit für ehemals Beherrschte bedeutete. Der aufkeimende Nationalismus führte zu zahlreichen Darstellungen der jeweiligen Helden, die „ihr“ Land gegen die „römische Unterdrückung“ verteidigten — wie etwa Arminius in Deutschland, Vercingetorix in Frankreich oder Boudicca in England. Diese Bilderwelt setzt sich fort bis ins 20. Jahrhundert, wo sie weitergeführt, übersteigert und pervertiert wurde. In diesem Spannungsfeld zeigt die Ausstellung eindrucksvoll, wie das Römische Reich und sein Untergang mal als „schlimmstes Unglück“, bald als „glänzender Triumph der Freiheit“ immer wieder neu interpretiert, gedeutet und verarbeitet wurden.

Faszination Jugendstil. Dekorative Keramik der Servais-Werke Ehrang

27. März bis 13. November 2022

Mit einer Vase fing alles an: Vor zehn Jahren entdeckte das Stadtmuseum bei einer Auktion zwei Jugendstil-Vasen mit dem Stempel einer regionalen Manufaktur und stieß auf die fast vergessene Geschichte der Keramikwerke Servais aus Trier-Ehrang. Mittlerweile verfügt das Museum nicht nur über eine beachtliche Sammlung dekorativer Objekte aus jener Produktionszeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Jedes Stück erweiterte auch das Wissen um die Firmenhistorie und die Künstler, die dort arbeiteten und ihre Faszination für den Jugendstil nach Trier brachten.