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Johann Anton Ramboux, Blick über die Napoleonsbrücke in das Moseltal unterhalb Pallien in Trier, 1829

Unter der Trikolore. Trier in Frankreich – Napoleon in Trier. 1794 – 1814

15. Februar bis 25. April 2004

Trier und seine Partner Saarbrücken, Metz und Luxemburg im grenzüberschreitenden Städtenetz „QuattroPole“ öffneten ein Fenster in ihre gemeinsame Geschichte: Vor 200 Jahren, im Oktober 1804, hatte Napoleon auf seiner „Krönungsreise“ die Städte Trier und Luxemburg besucht, die damals – ebenso wie Saarbrücken und Metz ohnehin – zum französischen Staatsgebiet gehörten.

An diese frühe Zusammengehörigkeit der Großregion sollte die Ausstellung „Unter der Trikolore – Sous le drapeau tricolore“ erinnern, die ein einprägsames Bild dieser zwei Jahrzehnte „Franzosenzeit“ zwischen 1794 und 1814 zeigt. Denn wie in Trier, so fegte die französische Revolution auch in Saarbrücken, Luxemburg und Metz das alte Feudalsystem hinweg. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sollten allen Bürgern zuteil werden.

Die mehr als 400 Exponate der Ausstellung rekrutierten sich aus den Beständen deutscher, französischer, luxemburgischer und belgischer Museen und Archive; es handelte sich vielfach um Erstpräsentationen in der Großregion und auch um eine „Wiederentdeckung“ der lange geschmähten Historienmalerei. Um die Vitalität des Geschichtsparcours noch zu steigern, wurden die Leihgaben durch bühnenbildartige Inszenierungen zu wichtigen Ereignissen sowie durch den Einsatz audio-visueller Medien ergänzt, z. B. durch eine einführende Video-Projektion zur Kurzorientierung oder durch Tondokumente, die der Besucher selbst aktivieren konnte. Dem selben Ziel dienten auch szenische Führungen durch die Ausstellung: Auf der Grundlage eines eigens hierzu in Auftrag gegebenen Theaterstückes entwickelte ein Schauspieler in der Uniform eines Soldaten der „Grande Armée“ seinen mit Erlebnisberichten gelockerten Gang durch die „Franzosenzeit“.