
Die Zwanziger Jahre in Trier. Goldene Jahre, dunkle Zeiten
5. Juli 2026 bis 24. Januar 2027
Die 1920er, goldene Jahre in dunklen Zeiten: Noch heute geht eine besondere Faszination von dieser Epoche aus, die von einem Gegensatz zwischen Aufbruchsstimmung und Krise geprägt war – vielleicht, weil sie mit ihren Kontrasten unserer Gegenwart so nahesteht.
Doch wie sah – jenseits von Stereotypen – das zweite Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts abseits der großen Metropolen Berlin, Paris und New York aus? Das Stadtmuseum Simeonstift Trier geht in einer Sonderausstellung den 20er-Jahren in Trier auf den Grund und zeigt den Alltag und Zeitgeist einer jungen Republik zwischen den Folgen des Ersten Weltkriegs, Wirtschaftskrise, Fortschritt, Avantgarde, Charleston, Not und Lebenslust. Kunstwerke, Fotos und originale Objekte der Alltagskultur zeigen Brüche und Kontinuitäten, mit denen vor 100 Jahren die Weichen für das heutige Stadtleben gestellt wurden.
Mit Objekten aus der eigenen Sammlung, hochkarätigen Leihgaben und persönlichen Erinnerungsstücken aus der Trierer Bürgerschaft entsteht das Panorama einer Zeit, die auch unserer Gegenwart noch viel zu erzählen hat.
Themen der Ausstellung

Faszination Großstadt: Auf dem Weg zur modernen Stadt
Was sind die großen städtebaulichen Entwicklungen im Trier der 20er-Jahre?

Nachkriegsjahre: Die Weimarer Republik in der Besatzungszone
Trier ist von Frankreich besetzt und die Folgen des Ersten Weltkriegs sind noch lange spürbar. Wie geht die Bevölkerung damit um?

Alltagsnot: 1,5 Millionen Mark für ein Brot
Die 20er-Jahre sind überschattet von Hyperinflation und Wirtschaftskrise. Wie erleben die Triererinnen und Trierer diese Tiefpunkte?

Temporausch: Höher, schneller, weiter!
Technikbegeisterung, Mobilität und Flughafenbau – die großen Pläne einer kleinen Stadt.?

Mode und Emanzipation: Ohne Korsett – mit Bubikopf
Mehr als nur schick: Die Mode der 20er denkt die Geschlechterrollen neu. Wie wird das in Trier aufgenommen?

Kunst und neue Medien: Ein Spiegel von goldenen und dunklen Jahren
Wie sehen Trierer Künstlerinnen und Künstler ihre Zeit?

Design und Architektur: Entwürfe für eine neue Welt
Parallele Bauhaus: Die Trierer Werkkunstschule gilt als Ideenschmiede der Avantgarde.

Naherholung, Sport und Lebensstil: Mit dem Achtstundentag zu mehr Freizeit
Sport und Vereinswesen boomen in den 20er-Jahren. Was kann man damals in und um Trier erleben?
