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Ramboux-Kunstpreis der Stadt Trier 2014

9. Februar bis 6. April 2014

Der Ramboux-Preis der Stadt Trier ging im Jahr 2014 zu gleichen Teilen an zwei Künstlerinnen: Die Bildhauerin Laura Eckert und die Malerin Chikako Kato. Die Ankaufssumme von 6.000 Euro wurde anteilig auf die beiden Künstlerinnen aufgeteilt. Eine gemeinsam gestaltete Ausstellung mit Arbeiten der Preisträgerinnen war parallel zu den Wettbewerbsarbeiten bis 6. April im Stadtmuseum Simeonstift zu sehen.

Laura Eckert (* 1983) belebt das Medium der Bildhauerei auf sehr spezifische Weise: Sie eröffnet neue Perspektiven und steht dabei dennoch unübersehbar in der Tradition ihres Metiers. Ihre ernsthafte, intensive, kraftvolle Arbeit in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen verleihen dem Schaffen der jungen Künstlerin eine ungewöhnliche Reife.

Chikako Kato (* 1973) zeichnet sich aus durch ungewohnt zarte, filigrane Arbeiten mit einer zugleich strengen, sehr individuellen Bildsprache aus. Die kleineren Formate ihrer Werke zwingen den Betrachter zu einem nahsichtigem Schauen und schaffen damit eine intime Verbindung von Bild und Blick. In ständiger Spannung zu diesen selbstgewählten Grenzen steht die überbordende Fantasie, mit der die Malerin motivische und koloristische Kompositionen erschafft.

Der Ramboux-Preis
Acht Bewerber waren in die engere Auswahl um den Ramboux-Preis 2014 gekommen. Sie zeigen ihre Arbeiten in einer Wettbewerbsausstellung, die parallel zu den Preisträgerarbeiten im Stadtmuseum Simeonstift zu sehen war. Aus dieser Auswahl traf eine 5-köpfige Jury die Entscheidung, den Preis zu gleichen Teilen an Laura Eckert und Chikako Kato zu vergeben. Die Sieger wurden bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 9. Februar 2014, bekannt gegeben. Der Ramboux-Preis war verbunden mit einem Ankauf in Höhe von 6.000 Euro

Aus dem Kreis der Bewerber hatte die Jury acht Künstler nominiert, deren Werke in der Wettbewerbsausstellung gezeigt wurden: Die Bildhauerin Laura Eckert, den Maler Christian Hoffmann, die Malerin Chikako Kato, Martin Kleppe mit Installationen und Skulpturen, den Konzeptkünstler Laas Koehler, den Maler Alexander König, den Fotograf Daniel Schieben und die Malerin und Zeichnerin Nisrek Varhonja.

Jurymitglieder für den Ramboux-Preis 2014

  • Dr. Elisabeth Dühr, Direktorin Stadtmuseum Simeonstift Trier
  • Prof. Jo Enzweiler, als auswärtiger Künstler
  • Rainer Breuer, als Vertreter der Tuchfabrik Trier
  • Dr. Gabriele Lohberg, Europäische Kunstakademie Trier
  • Ernest Uthemann, Saarlandmuseum, als Vertreter des Kulturdezernenten

Hintergrund
Der Name des Preises leitet sich ab von dem Künstler Johann Anton Ramboux (1790-1866), der ein angesehener Maler Trierer Baudenkmäler und bedeutender Porträtist des Bürgertums war. Ramboux absolvierte seine Ausbildung zum Historien- und Porträtmaler in Belgien und studierte ab 1809 in Paris bei Jacques-Louis David, dem bedeutendsten Historienmaler seiner Zeit, der sich begeistert vom Talent Ramboux’ zeigte. In die Geschichte eingegangen ist er jedoch durch seine großformatigen Lithografien der römischen Baudenkmäler seiner Heimatstadt Trier, die bis heute von seiner großen künstlerischen Innovationskraft zeugen. Einige dieser Arbeiten sind in der Dauerausstellung des Stadtmuseums Simeonstift ausgestellt.

Mit der Vergabe des Ramboux-Preises zur Förderung des regionalen Kunstschaffens erinnert die Stadt Trier seit 1961 an diesen herausragenden Künstler. Seit 1961 fördert die Stadt Trier mit dem Ramboux-Preis junge Nachwuchskünstler aus der Region. In diesem Jahr wird der Preis erneut vergeben, nominiert sind acht junge Künstler. Von 9. Februar bis 6. April 2014 waren die Wettbewerbsarbeiten aller Teilnehmenden und eine Einzelausstellung des Preisträgers/der Preisträgerin im Stadtmuseum Simeonstift ausgestellt.