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Positionen konkreter Kunst heute

15. September bis 28. Oktober 2012

Bis heute ist die konkrete Kunst eine der einflussreichsten Kunstrichtungen der Moderne, obwohl ihre Anfänge bereits über 100 Jahre in der Vergangenheit liegen. Als Startpunkt einer „Chronologie der konkreten Kunst“ kann Wassily Kandinskys erstes gegenstandsloses Aquarell gelten. „Konkrete Kunst ist die Bezeichnung für eine Kunst ohne jede Beziehung zur visuellen Wirklichkeit, in der die bildnerischen Elemente weder als Abbild der Natur noch symbolisch gemeint sind, sondern in einem das er 1910 als ‘absolute Kunst’ bezeichnet. Zwanzig Jahre später wagt Theo van Doesburg eine erste Definition, die bis heute Gültigkeit Wechselspiel von (meist geometrischen) Formen nur sich selbst bedeuten.“

Als internationale gültige Kunstsprache hat die konkrete Kunst bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren. Die Ausstellung „Positionen konkreter Kunst heute“ zeichnete diesen Entwicklungsbogen nach und wagte eine Standortbestimmung für die Gegenwart. Über Generationen und Grenzen hinweg waren Werke von 15 Künstlern vertreten: von den Vorkriegsjahrgängen bis zum heutigen Nachwuchs, von den Niederlanden bis Ungarn. Diese Zusammenstellung lud dazu ein, die Unterschiede, aber vor allem die Gemeinsamkeiten in den Erscheinungsformen der konkreten Kunst zu entdecken.

Eröffnet wurde die Ausstellung im Rahmen der langen Museumsnacht am 15. September 2012. Hier bot das Stadtmuseum nicht nur Führungen durch die Ausstellung an, sondern auch Möglichkeiten, aus unkonventionellen Blickwinkeln einen spielerischen Zugang zu einer Kunstform zu finden, die oftmals als „sperrig“ empfunden wurden.

Künstlerinnen und Künstler
John Carter, Norman Dilworth, Jo Enzweiler, Milan Grygar, Edgar Gutbub, Esther Hagenmaier, Ewerdt Hilgemann, Michael Kolod, Josef Linschinger, Dóra Maurer, Jan Meyer-Rogge, Dany Paal, Sigurd Rompza, Robert Schad, Claudia Vogel