
Romika – »Eine jüdische Fabrik«
24. März 2026 | 19 Uhr | 8 €
Vortrag von Heinz Ganz-Ohlig
Lange Zeit war es eine kaum hinterfragte Darstellung, dass die Romika-Schuhfabrik in Gusterath 1936 gegründet und dabei die bereits existierende Marke ROMIKA übernommen worden war.
Tatsächlich war diese Fabrik bereits 1921 von den drei Kölner Schuhfabrikanten Hans Rollmann, Carl Michael und Karl Kaufmann gegründet und der Name ROMIKA aus den Namenskürzeln dieser drei Männer gebildet worden. Hans Rollmann und Karl Kaufmann wurden 1933 als Juden aus der „deutschen Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen und ihre Fabriken abwertend als „jüdisch“ bezeichnet. Die Folge war, dass ihnen ihre Fabriken mit heimtückischen, aber immer als legal getarnten Methoden abgejagt wurden. Die jüdischen Inhaber konnten vor der antisemitischen Verfolgung außer Landes flüchten.
Der Trierer Autor Heinz Ganz-Ohlig hat sich intensiv mit der Geschichte dieser Fabrik beschäftigt und ein Buch darüber veröffentlicht. In seinem Vortrag geht er auf die Gründungsjahre der ROMIKA und die Verfolgung der jüdischen Inhaber in der Zeit des Nationalsozialismus ein. Das Buch kann im Anschluss an die Veranstaltung vom Autor erworben werden.
Abbildung: Die ROMIKA-Schuhfabrik in den 1930er-Jahren © Heinz Ganz-Ohlig
Freier Eintritt für Studierende
Dank der Unterstützung durch das Studiwerk Trier ist mit dem DiMiDo-Semesterticket die Teilnahme für Studierende der Universität Trier, Theologische Fakultät Trier und Hochschule Trier kostenlos.