
Kinder erklären Kunst
2. Juli 2023 | 14 Uhr | 2 €
Familienführung durch die Sonderausstellung Kunstpreis Robert Schuman
Ganz schön viel zu entdecken: Die Ausstellung Kunstpreis Robert Schuman vereint Arbeiten von 16 Künstlerinnen und Künstlern. In den Arbeiten gibt es viele Themen, zu denen auch Kinder einen Zugang haben: Die Liebe zu Haustieren, das Träumen von Strand und Urlaub und sogar ein Schlaflied für einen Hummer. Am Sonntag übernehmen die Kinder die Führung. Der Familienrundgang steht dann unter dem Motto „Kinder erklären Kunst“ und richtet sich an Kinder in Begleitung von Erwachsenen. Die kleinen Besucher stehen dabei im Mittelpunkt und sind eingeladen, ihre Sicht und Meinung zu den Kunstwerken zu teilen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, für Kinder bis 10 Jahre ist der Eintritt frei.
Hintergrund
Alle acht Jahre findet der Kunstpreis Robert Schuman in Trier statt: Die Auszeichnung für zeitgenössische Kunstschaffende wird gemeinsam von den Quattropole-Städten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier alle zwei Jahre ausgelobt und findet abwechselnd in den vier Städten statt. Für jede Stadt gehen 4 Künstlerinnen und Künstler ins Rennen, die ihre Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung präsentieren. Auf dieser Grundlage fällt eine internationale Jury ihr Urteil. Der Kunstpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und gilt als einzigartiges Schaufenster für das aktuelle Kunstschaffen in der europäischen Großregion.
In diesem Jahr geht der Preis an die luxemburgische Künstlerin Lisa Kohl. Sie ist in der Ausstellung im Stadtmuseum Simeonstift Trier mit Foto- und Filmarbeiten sowie einer Installation vertreten. Die Themen Krieg, Flucht und Vertreibung sind ein Grundmotiv im Werk der 34-jährigen Künstlerin. Sie recherchiert für ihre Arbeiten entlang der Korridore gegenwärtiger Fluchtbewegungen in Südeuropa und Nordafrika. Ihr Studium absolvierte sie an den renommierten Kunsthochschule La Cambe in Brüssel und Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Die Jury lobte das Werk der Künstlerin als „gekonnte Verbindung von fotografischen und filmischen, plastischen und auditiven Ausdrucksformen“. In ihrem Werk werfe sie relevante Fragen über die drängenden Probleme unserer Zeit auf. „Der multimediale Ansatz, die Akribie und die sorgfältig choreografierten Umsetzungen sind ein eindrücklicher Beweis für die transformative Kraft der Kunst“, so Simon Santschi, Vorsitzender der Jury.
Ihre Arbeiten sind gemeinsam mit den Werken aller teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler bis 20. August im Stadtmuseum Simeonstift Trier zu besichtigen.