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Objekt des Monats

Frans Breydel, Zwei Karnevalsszenen, 1700-1750

Von Frans Breydel (1679-1750) stammen die beiden zusammengehörenden Karnevalsszenen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Wenig wissen wir über den Maler, nur dass der jüngere Bruder des Malers Karel Breydel war. Er brach zu einer Reise nach Italien auf, blieb dann in Kassel, wo er zum Hofmaler ernannt wurde. Später verließ Frans Breydel Kassel in Richtung London, wo er sich mit dem niederländischen Maler Herman van der Mijn zusammentat. Dies muss vor 1724 geschehen sein.

Karnevalsszenen und elegante Landpartien in römisch anmutenden Ruinenlandschaften waren seine Spezialität. Die beiden Gemälde bilden ein Pendant und zeigen in einer antikisierenden Ruinenlandschaft Musiker mit Blas-, Streich- und Schlaginstrumenten und kostümierte Personen. Dabei wird die Szenerie einer Theaterbühne gleich mit einer Ideallandschaft hinterfangen und schafft ein Bild der oberen Gesellschaftsschicht des 18. Jahrhunderts.

Gemalt het Breydel die beiden Bilder mit Öl auf Holz, sie sind jeweils 23×28 cm groß. Mehr über die Geschichte des Karnevals finden Sie im Band von Dorothée Henschel und Jutta Albrecht: Die Welt steht Kopf – Eine Kulturgeschichte des Karnevals aus dem Jahr 2019.

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